Vorlage - VO/18/14964/65  

 
 
Betreff: Neu- und Umgestaltung des Donaumarkts - Spielpunkte
Ergänzung Maßnahmenbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Berichterstatter/in:Planungs- und Baureferentin Schimpfermann
Federführend:Tiefbauamt   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen Vorberatung
04.12.2018 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen ungeändert beschlossen   
Stadtrat der Stadt Regensburg Entscheidung
13.12.2018 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtrates der Stadt Regensburg ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

1. Allgemein

 

Anlass

Auf dem neu gestalteten Donaumarkt sollen gemäß der Maßnahmenempfehlung aus der Spielleitplanung zwei Spielpunkte eingerichtet werden.

 

Bisherige Befassung des Stadtrats

Am 25.09.2014 wurde der Maßnahmenbeschluss zur Neu- und Umgestaltung des Donaumarkts gefasst (VO/14/10210/65).

Am 12.12.2013 wurde die Spielleitplanung Innenstadt beschlossen (VO/13/9098/55).

Weitere Beschlüsse zum Donaumarkt: 27.07.2017 (VO/17/12959/65), 23.10.2012 (VO/12/8119/61), 07.12.2010 (VO/10/5997/61), 20.11.2007 (VO/07/2850/61), 20.03.2007 (VO/07/2235/061), 17.01.2006 (VO/05/1097/061)

 

Projektbeschreibung

Im Konzept zur Spielleitplanung Innenstadt wurde auch der Donaumarkt als Areal benannt, bei dem Potenzial zu einer Verbesserung der Spiel-Situation besteht. In der Maßnahmenempfehlung für den Donaumarkt heißt es:

„Die Integration von Spiel- und Bewegungsanreizen in die Freiflächengestaltung am Museum sowie an der Donaulände ist eine Anforderung an die Freiflächengestaltung am Donaumarkt. Gerade für Schulklassen, die das Museum besuchen, muss hier ein Angebot geschaffen werden. Gestaltungselemente mit einem hohen Wiedererkennungswert zu entwickeln, sollte ein Kriterium der Planung sein. So können Themenschwerpunkte des Museums in die Gestaltung des Außenraums übernommen werden. Wichtig ist, dass ein zusammenhängender Freiraum entwickelt wird. Vor allem von Touristen und Schulklassen wird dieser Bereich zwischen Museum und Schiffslände in den kommenden Jahren genutzt werden, sodass sich hier die Chance bietet, qualitativ hochwertige und innovative Aufenthaltsflächen für alle Generationen zu schaffen und einen repräsentativen Raum zu bilden. Gerade die Flächen unter der geplanten Allee bieten sich dazu an. Dennoch gilt es, die vielfältigen Nutzungsüberlagerungen in diesem Bereich zu berücksichtigen. Bei der verkehrlichen Umgestaltung ist die Perspektive der Kinder zu beachten. Sichere Wegeverbindungen mit guten Querungshilfen und einer übersichtlichen Verkehrslage sind vor allem für Kinder hier unerlässlich. Dies gilt auch für Radwegebeziehungen. Vor allem am Kolpinghaus und an der Ostengasse ist dies zu berücksichtigen.“

 

Im Laufe der Planungen zum Donaumarkt wurden zwei Bereiche herausgearbeitet, die sich dazu eignen, Spielpunkte aufzunehmen:

 

  • das Baumquartier aus neun Bäumen nördlich der Bavariathek
  • die Fläche nördlich der Anwesen Österreicher Stadel und Donaulände 7

 

Der Spiel- und Aufenthaltspunkt am Donaumarkt unter dem Baumhain wird mit mehreren Holzdecks bestückt. Diese sind in Design und Material an den umliegenden Bänken aus dem Altstadtmöblierungskonzept orientiert. Die Holzdecks haben eine wellenförmige Oberfläche, wodurch nicht nur der Aufenthalt für größere Gruppen ermöglicht wird, sondern auch Spielen und längeres Verweilen.

 

Der Spielpunkt auf der Pflasterfläche am Österreicher Stadel bietet vor allem kleineren Kindern verschiedene Spiel-, Balancier- und Klettermöglichkeiten. Die Ausgestaltung der Spielelemente wird passend zum Spielpunkt Donaumarkt in Holz ausgeführt.

Zusätzlich werden im Bereich des Spielpunkts zwei Bänke sowie sieben Fahrradständer und ein Abfallbehälter aufgestellt.

 

Thematisch entspricht sowohl der Spielpunkt am Donaumarkt als auch der Spielpunkt Österreicher Stadel der Umgebung und der Lage an der Donau.

 

2. Baumstandort beim Österreicher Stadel

 

Im Maßnahmenbeschluss war in der Fläche nördlich des Österreicher Stadels ein Standort für einen Einzelbaum dargestellt.

 

Unterhalb des geplanten Baumstandortes in ca. 1,50 m Tiefe verläuft eine Vollsickerrohr DN 350 sowie ein Drainagegraben von ca. 5-6 m Tiefe und ca. 1,10 m Breite. Diese Drainage ist Bestandteil der Maßnahmen für den Hochwasserschutz Österreicher Stadel. In den ursprünglichen Planungen für den Hochwasserschutz waren das Vollsickerrohr und der Drainagegraben nicht vorgesehen. Bei der Herstellung der Anlagen für die Grundwasserabsenkung wurde jedoch festgestellt, dass die Baugrundverhältnisse im Bereich des Österreicher Stadels inhomogener sind als angenommen und die Leistungsfähigkeit der hergestellten Brunnenanlagen nicht ausreicht, um die erforderliche Grundwasserabsenkung zu erreichen.

Auf Grundlage einer Genehmigung der Änderung der Baumaßnahme wurde die Drainage in den Planungen ergänzt und 2016 hergestellt.

 

Es ist zu befürchten, dass durch eine Baumpflanzung die vorhandene Drainageleitung beschädigt wird. Darüber hinaus wird angenommen, dass durch Wurzeleinwuchs in das Vollsickerrohr die Funktion der Drainage dauerhaft beeinträchtigt, wenn nicht sogar aufgehoben wird.

 

Eine Baumpflanzung am geplanten Standort ist daher nicht möglich.

 

3. Bauablauf, Kosten, Finanzierung

 

Bauablauf

Die Baumpflanzungen entlang der Promenade sind für den Winter 2018/2019 vorgesehen.

Die Herstellung des Spielpunkts Österreicher Stadel ist für das Frühjahr 2019 vorgesehen.

 

Wegen des Brandes in der Bavariathek benötigt deren Innenausbau deutlich länger als ursprünglich gedacht. Die Baucontainer auf dem Platz vor der Bavariathek müssen voraussichtlich bis Mitte 2019 stehen bleiben. Erst danach können auch hier die Bäume gepflanzt und dieser Spielpunkt aufgebaut werden.

 

Das Kunstwerk „Goldener Waller“ ist weitgehend fertig gestellt. Wegen der zahlreichen und hoch aufragenden Baucontainer zwischen Bavariathek und Promenadentreppe wurde bisher auf die Aufstellung des Kunstwerks verzichtet. Sobald sich die Lage mit den Containern soweit entspannt, dass sich eine ansprechende Situation ergibt, kann der Waller vergoldet und anschließend aufgestellt werden.

 

Kosten und Finanzierung

Für die beiden Spielpunkte werden Kosten in Höhe von ca. 189.000 Euro angesetzt.

 

Die erforderlichen Haushaltsmittel sind  in der Gesamtmaßnahme im Entwurf des Investitionsprogramms 2018 – 2022 im UA 6417/02 auf den Haushaltsstellen 1.6417.9502 (Verkehrs- und Freianlagen sowie weiteres) bzw. 1.6417.9582 (Promenaden- und Ufermauer) berücksichtigt.

 


Der Ausschuss empfiehlt / Der Stadtrat beschließt:

 

  1. Der Maßnahmenbeschluss Donaumarkt wird um die Errichtung von zwei Spielpunkten ergänzt.

 

  1. Der Standort für den Einzelbaum in der Platzfläche beim Österreicher Stadel entfällt.

 


Anlagen:

- Übersichtsplan Spielpunkte Donaumarkt und Österreicher Stadel

- Lageplan Spielpunkt Donaumarkt

- Lageplan Spielpunkt Österreicher Stadel

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 VO_18_14964_65_Anlage 1 Übersichtsplan (1206 KB)    
Anlage 2 2 VO_18_14964_65_Anlage 2 Spielpunkt Donaumarkt (1357 KB)    
Anlage 3 3 VO_18_14964_65_Anlage 3 Spielpunkt Österreicher Stadel (1469 KB)