Vorlage - VO/19/16014/51  

 
 
Betreff: Weiterentwicklung des Stadtteilprojektes Ost; Einrichtung eines eigenständigen Stadtteilprojektes Hohes Kreuz-Ostenviertel
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Berichterstatter/in:Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer
Federführend:Amt für Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Vorberatung
13.11.2019 
Öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Verwaltung, Finanzen und Beteiligungen Vorberatung
20.11.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Verwaltung, Finanzen und Beteiligungen ungeändert beschlossen   
Stadtrat der Stadt Regensburg Entscheidung
21.11.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtrates der Stadt Regensburg ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

 

I.Stadtteilprojekte im Allgemeinen

 

1997 eröffnete in Burgweinting das erste Stadtteilprojekt (StP) des Amtes für Jugend und Familie. Inzwischen gibt es fünf Stadtteilprojekte in Regensburg (StP Nord, StP Ost mit der Außenstelle Hohes Kreuz, StP Burgweinting, StP Humboldtstraße, StP West), die in ihrem Auftrag gleich, in ihrer Schwerpunktsetzung unterschiedlich und in ihrer Genese heterogen sind.

Die wesentliche Rechtgrundlage des Arbeitsbereiches aller Stadtteilprojekte ist in § 16 SGB VIII[1] (Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie) beschrieben, somit gehören die Leistungen der Stadtteilprojekte gem. § 27 Abs. 1 Ziffer 2 SGB I zu den Pflichtaufgaben der Kommunen im Auftrag des Bundes im Bereich der sozialen Daseinsvorsorge.

Alle Stadtteilprojekte bieten offene Familienbildungsangebote an, welche den Zugang der Zielgruppe, nämlich Familien in problematischen Lebenslagen, erleichtern soll. Ist der Kon-takt zum Stadtteilprojekt hergestellt, kann sich die Klientel zu folgenden Themenbereichen beraten lassen:

-Hilfe und Unterstützung bei allen persönlichen Schwierigkeiten und Konflikten

-Beratung in Erziehungsfragen

-Beratung bei Trennung und Scheidung oder bei der Gestaltung des Umgangsrechtes

-Hilfen zur unmittelbaren Problembearbeitung und Krisenintervention

-Informationen über soziale Dienste und Vermittlung an geeignete Fachstellen

-Lebenspraktische Hilfen in unterschiedlichen Bereichen (z.B. Hilfen bei Antragstellung, Begleitung bei Behördengängen, usw.)

-Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche

(vgl. Stadtteilprojekte im Wandel Konzept 2020, beschlossen im Jugendhilfeausschuss am 16.04.2015 VO/15/10835/51)

 

Durch Angebote sogenannter „Früher Hilfen“ will man präventiv wirken und bereits eingetretene Schwierigkeiten abmildern oder sogar beheben. In Abgrenzung zum Angebot der Frühen Hilfen durch Familienhebammen liegt der Schwerpunkt der Frühen Hilfen im Stadtteilprojekt nicht auf der Gesundheitsförderung, sondern auf der Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz der Eltern. Hilfreich dabei ist die Zugehörigkeit zum Amt für Jugend und Familie und die optimal vernetzte Arbeit der Stadtteilprojekte, so arbeiten diese insbesondere mit dem Sozialpädagogischen Fachdienst (SPFD) des Amtes zusammen und kooperieren eng mit weiteren Fachkräften der Jugendhilfe wie Jugendzentren, Hausaufgabenbetreuung, Jugendsozialarbeit an Schulen und Erziehungsbeiständen sowie mit allen stadtteilbezogenen Organisationen und Einrichtungen.

Um das Aufgabenfeld umzusetzen und die Ziele der Prävention von kindeswohlgefährdenden Situationen und der Beratung und Betreuung von Familien erreichen zu können, bedarf es einer differenzierten pädagogischen Methodik. Neben den vorauszusetzenden fachlichen Kompetenzen wie Gesprächsführung und Kenntnisse der Sozialgesetzgebung und anderer einschlägiger Rechtskreise zählt vor allem der aufsuchende Charakter der sozialpädagogischen Stadtteilprojektarbeit zu den Vorteilen der sozialen Arbeit im Sozialraum. Die genaue Kenntnis über die Sozial- und Wohnstruktur im Stadtviertel ermöglicht die Knüpfung engmaschiger sozialer Netze, die das „Durchrutschen“ von Familien mit ihren Kindern in prekärer Lebenslage verhindern. So ist es beispielsweise von Vorteil, wenn man durch zahlreiche Hausbesuche mit der Zeit erfährt, dass Familie A in unmittelbarer Nachbarschaft von Familie B wohnt, und man hier eine gegenseitige Unterstützung aufbauen könnte, z B. in der Betreuung von Kindern.

Neben dem aufsuchenden Aspekt der sozialen Arbeit ermöglicht die ständige Präsenz im Stadtteil auch in der Komm-Struktur einen leichteren Zugang für die Klientel. Die Beratungsleistungen und erfolgreichen Hilfen sprechen sich im Stadtteil herum und der persönliche Aufwand, Beratungshilfen in Anspruch zu nehmen ist relativ gering. Nicht selten suchen Elternteile aufgrund der Empfehlung anderer Familien das Stadtteilprojekt auf.

Gruppenangebote für sozial schwache Familien ermöglichen einen ungezwungenen Zugang für die meist sehr jungen Mütter, weil die Hilfen vorwiegend auf den Umgang mit dem Kind fokussiert sind. In einem oft angebotenen Frauenfrühstück werden diverse Erziehungsthemen besprochen, ohne dass dies oberlehrerhaft wirkt. Hier wird deutlich, dass Wissen aus Peergroups gerne akzeptiert wird. Schließlich ermöglichen niedrigschwellige Angebote der Eltern- und Familienbildung einen leichten unverbindlichen ersten Kontakt zum Fachpersonal der Stadtteilprojekte und anderen Familien aus dem Stadtteil. Während der Angebote der Familienbildung kann man mit Gleichgesinnten in Kontakt kommen. In der Folge zeigt diese wenig aufdringliche Art des Zugangsversuches zu sozial schwachen Familien nicht selten Erfolge.

 

Der Endbericht des Beteiligungsprozesses zum Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung der Ursachen und Folgen von Armut vom Dezember 2013 schlug mit sehr hoher Priorisierung die Maßnahme Nr. 112 vor, wonach der Ausbau und die Weiterentwicklung von Stadtteilprojekten/Familienzentren zu verfolgen sind. Durch den bedarfsgerechten Umbau des Stadtteilprojektes Ost wird Nr. 8.2. der Koalitionsvereinbarung für die Stadtratsperiode 2014 2020 Rechnung getragen. Darin ist festgelegt: „Ausbau von Stadtteilprojekten. Wir wollen unter Einbeziehung der Erfahrungen von bestehenden Stadtteilprojekten dieses Angebot auf andere Stadtteile ausweiten.“ Dieser Um- und Ausbau erfolgt bedarfsgerecht auf der Grundlage der im Jungendhilfeausschuss vom 04.07.2019 beschlossenen Konzeptfortschreibung „Stadtteilprojekte im Wandel Konzept-Fortschreibung 2025“ (VO/19/15641/51).

Im "ISEK Soziale Stadt" Innerer Südosten wird ein Ausbau der sozialen Infrastruktur (z.B. Stadtteilprojekt) im Ostenviertel als Maßnahme ebenfalls vorgeschlagen(Stadtratsbeschluss VO/19/15652/66)

 

II.Aktueller Bestand des Stadtteilprojektes Ost

Das Stadtteilprojekt Ost startete im März 2012. Neben dem Hauptsitz des Stadtteilprojektes in der Erbprinz-Franz-Joseph-Str. 21 im sogenannten „Kasernenviertel“ betreibt das Stadtteilprojekt im Jugendzentrum und Familienstützpunkt „Kontrast“ am Hohen Kreuz eine „Filiale“ mit regelmäßigen Sprechstunden vor Ort. In der Erbprinz-Franz-Joseph-Straße konnte eine ehemalige Filiale der Drogeriemarktkette Schlecker bezogen werden. Beim Vermieter handelt es sich um eine Privatperson. Das Einzugsgebiet umfasst die Wohnviertel „Hohes Kreuz“ und den Regensburger Stadtosten südlich der Landshuter Straße.

 

 

 

 

 

Das Einzugsgebiet des Stadtteilprojekts Ost mit der Außenstelle am Hohen Kreuz umfasst

folgende Blockgruppen:

- Furtmayrstraße

- Safferlingstraße

- Prinz-Rupprecht-Straße

- Schwabenstraße

- Zeißstraße

- Hohes Kreuz

 

Am Stadtteilprojekt Ost mit der Außenstelle am Hohen Kreuz stehen derzeit drei Vollstellen für sozialpädagogische Fachkräfte zur Verfügung.

 

 

 

 

 

 

 

 

III. umlicher Umbau des Stadtteilprojektes Ost, Eigenständigkeit und somit Neuschaffung des Stadtteilprojektes Hohes Kreuz-Ostenviertel

 

 

III.a)umlicher Umbau des Stadtteilprojekts Ost durch Abgabe der Außenstelle am Hohen Kreuz und Hinzunahme einer Außenstelle im Begegnungszentrum in der Guerickestraße

 

Im Stadtosten Kasernenviertel wird ein neues, multikulturelles „Begegnungs-zentrum“ gebaut, welches neben Angeboten eines Jugend- und Familienzentrums, eines Stadtteilprojektes und eines Quartiersmanagement auch Menschen mit Migrationshintergrund erreichen soll. Die Fertigstellung des Gebäudes wird zum dritten Quartal 2020 erwartet. (VO/16/12110/55, VO17/13203/55, VO18/14606/55 und VO/18/14711/64).

 

Im Zuge dieses Neubaus gibt das Stadtteilprojekt Ost seine Außenstelle am Hohen Kreuz auf, welches in der Folge eigenständig, als neues Stadtteilprojekt betrieben wird.

 

Zeitgleich entsteht im Begegnungszentrum (Guerickestraße) eine neue Außenstelle des Stadtteilprojektes Ost, dessen Hauptsitz in der Erbprinz-Franz-Joseph-Straße verbleibt, so dass dieses das sog. Kasernenviertel vollumfänglich versorgen kann.

 

Das neue Einzugsgebiet des Stadtteilprojekts Ost mit der Außenstelle im Begegnungszentrum Guerickestraße umfasst, wie in oben stehender Grafik dargestellt, folgende Blockgruppen:

 

- Furtmayrstraße

- Safferlingstraße

- Prinz-Rupprecht-Straße

- Schwabenstraße

- Zeißstraße

 

Im Areal hinter dem Krankenhaus St. Josef ist ein neues Baugebiet mit 350 Wohneinheiten entstanden. Das Gebiet zwischen nördlich der Landshuter Straße bis hin zu den Bahnglei­sen/Guerickestraße kann, aufgrund der Fallzahlen im Amt für Jugend und Familie, als Quartier identifiziert werden, in dem negative Sozialisationsbedingungen gehäuft auftreten. Mittelfristig sollen auf dem Areal der Prinz-Leopold-Kaserne zudem mehrere hundert Wohneinheiten entstehen. Es ist sinnvoll, vorausschauend und bedarfsgerecht, hier eine Außenstelle des bestehenden Stadtteilprojektes Ost zu etablieren. Im geplanten Begegnungszentrum in der Guerickestraße sind bereits entsprechende Flächen für ein Stadtteilprojekt vorgesehen.

 

Aufgrund der langjährigen Etablierung der Bezeichnung Stadtteilprojekt Ost im Kasernenviertel sollte der bestehende Name für das Quartier südlich der Bahnlinie beibehalten werden, auch wenn der Standort im Hohen Kreuz eigenständig wird und als Dependance für das Stadtteilprojekt Ost künftig der Standort im Begegnungszentrum Guerickestraße hinzugenommen wird.

 

 

III.b)Eigenständigkeit der Außenstelle Hohes Kreuz in der Vilshofener Str. und somit Neuschaffung des Stadtteilprojektes Hohes Kreuz-Ostenviertel

 

In den letzten Jahren ist auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik das Wohngebiet „Candis“ entstanden. In diesem jungen Stadtviertel sind ca. 700 neue Wohneinheiten bezogen worden. Eine Erweiterung des „Candisviertels“ in Richtung Osten mit Schwerpunkt auf der Nutzung „Wohnen“ ist derzeit in Planung. Auch im öffentlich geförderten Wohnungsbau wurden knapp 100 Wohneinheiten geschaffen.

 

Im Gebiet zwischen der Straubinger Straße, Alte Straubinger Straße, Auweg, Haymostraße, Baumburgerstraße und Prinz-Ludwig-Straße im Stadtosten von Regensburg ist eine gewachsene, nicht sehr kinderfreundliche Gemengelage entstanden mit relativ günstigen Wohnmöglichkeiten, v. a. Wohnungen der Stadtbau-GmbH, dort wohnen überwiegend Familien mit Migrationshintergrund und geringen Deutschkenntnissen.

 

Das neue Einzugsgebiet des Stadtteilprojektes Hohes Kreuz-Ostenviertel umfasst folgende Blockgruppen:

 

- Westhafen

- Orleansstraße östl. Reichsstraße

- Zuckerfabrik

- Sedanstraße Stobäusplatz

- Öl- und Osthafen

- Hohes Kreuz

 

Dies stellt eine deutliche Ausweitung des bisherigen Einzugsbereiches des bislang als Außenstelle betriebenen Stadtteilprojekts am Hohen Kreuz dar. Mittelfristig ist es bedarfsgerecht, das größere Einzugsgebiet analog zum Stadtteilprojekt Ost mithilfe einer Außenstelle zu versorgen. Entsprechend wird die räumliche Ausweitung des Stadtteilprojektes Hohes Kreuz-Ostenviertel durch eine Dependance im Bereich des ehem. Schlachthofes als wesentlicher Faktor für die Integration junger Familien und Alleinerziehender mit Migrationshintergrund im Quartier erachtet. Diese Integration würde durch die Schaffung von niederschwelligen Beratungs- und Familienbildungsangeboten aus dem Aufgabenportfolio eines Stadtteilprojektes befördert. Im Quartier könnte so effektiv der sozialen Isolation belasteter Familien und Alleinerziehender entgegengewirkt werden.

 

Um diese organisatorische Aufteilung eines Stadtteilprojektes Hohes Kreuz-Ostenviertel zu erreichen, ist es somit notwendig, für eine etwaige Außenstelle zum bestehenden Standort im Hohen Kreuz geeignete Räumlichkeiten im westlichen Teil des dargestellten Einzugsgebietes zu suchen, anzumieten und zu beziehen.

 

Das Stadtteilprojekt Hohes Kreuz-Ostenviertel sollte, gem. der Konzeption, mit zwei Vollstellen für SozialpädagogInnen und einer halben Stelle für eine(n) ErzieherIn besetzt werden.

 

 

IV.Personalwirtschaftliche- und allgemeine haushaltsrechtliche Hinweise

 

Durch die künftige Eigenständigkeit der Außenstelle Hohes Kreuz entsteht faktisch ein neues, sechstes Stadtteilprojekt.

 

Bereits im Konzept 2020 - Stadtteilprojekte im Wandel, beschlossen im Jugendhilfeausschuss am 16.04.2015 (VO/15/10835/51) wird idealtypisch von einer Mindestbesetzung in Stadtteilprojekten von zwei Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen und einer Erzieherin / einem Erzieher im Umfang einer halben Stelle ausgegangen. Letztere Fachkraft verfügt über die entsprechenden Schlüsselkompetenzen in den Bereichen der Kleinkind- und Elementarpädagogik, sowie Gruppenarbeit mit Kindern und Spielpädagogik. Durch diese interdisziplinäre Zusammensetzung des Stadtteilprojekteteams können Hilfen zunehmend aus einer Hand, d. h. von einer Stelle, oft auch von einer Person geleistet werden. Das ist in diesem Fall sehr bedeutsam, weil die Zielklientel des Stadtteilprojektes meist nur über einen intensiven Beziehungsaufbau, der ein hohes Maß an Kontinuität erfordert, emotional und fachlich zu erreichen ist. Gleichzeitig können bisher notwendige Weitervermittlungen an kostenintensive Einrichtungen der Jugendhilfe (heilpäd. Tagesstätten und Heime) vermieden werden. Diese Personalstruktur hat sich bewährt und wird weiterhin als bedarfsgerecht bewertet, daher findet sich dieser Personalansatz auch in der Konzeptfortschreibung von 2019, beschlossen im Jugendhilfeausschuss am 04.07.2019 (VO/19/15641/51) wieder.

 

Konkret bedeutet dies, zusätzlichen Personalausgaben lt. Verwaltungsanordnung VA 11.21 für Personalkosten inklusive der Kosten der Arbeitsplätze (mit Standard-IuK-Ausstattung) verortet am Stadtteilprojekt Hohes Kreuz-Ostenviertel für

  • eine Vollstelle SozialpädagogIn als Leitung i. H. v. 90.450,00 €,
  • eine Vollstelle SozialpädagogIn  i. H. v. 90.450,00 € und
  • eine Teilzeitstelle (19,5 Wochenstunden) ErzieherIn i. H. v. 53.050,00 €.

 

Entsprechende Stellenplananträge werden nach positiver Beschlussfassung hinsichtlich dieser Vorlage für den Nachtragshaushalt 2020 gestellt. Die Beantragung erfolgt zum Nachtragshaushalt, da die räumliche Umorganisation sinnvollerweise zur anvisierten Fertigstellung des Begegnungszentrums erfolgen soll.

 

Wie dargestellt, ist es bedarfsgerecht und notwendig, den über das Hohe Kreuz hinausgehenden Einzugsbereich dieses neuen Stadtteilprojektes analog zum Stadtteilprojekt Ost mithilfe einer Außenstelle zu versorgen. Geeignete Räumlichkeiten im westlichen Teil des dargestellten Einzugsgebietes des Stadtteilprojektes Hohes Kreuz-Ostenviertel müssen bei positiver Beschlussfassung gesucht und angemietet werden. Sobald Räumlichkeiten für diese Außenstelle gefunden wurden, werden für die Erstausstattung rd. 15.000 (Büroeinrichtung, Küche, Ausstattung andere Räume) im städtischen Haushalt veranschlagt. Die Mietkosten hängen von der Größe und Lage der zu mietenden Immobilie ab. Die weiteren Sachkosten werden auf rd. 3.500 4.000 €hrlich geschätzt.

 

Hinsichtlich der neuen Außenstelle des Stadtteilprojektes Ost im Begegnungszentrum fallen keine zusätzlichen Personalkosten an, der Personalbestand von drei Vollzeitstellen bleibt dort unverändert bestehen. Allerdings erfolgt eine inhaltliche Anpassung an den Bedarfen im Quartier, daher wird zum Stellenplan NHH 2020 beantragt, dass von diesen drei Vollzeitäquivalente Sozialpädagogik eine Stelle geteilt wird und künftig als 19,5 Wochenstundenstelle Sozialpädagoge und als eine 19,5 Wochenstundenstelle Erzieher ausgewiesen wird. Somit verändert sich die Besetzung bei gleichbleibenden drei Vollstellen auf 2,5 Vollzeitäquivalente Sozialpädagogik und eine 0,5 Stelle Erzieher, um dem quartiersbezogenem Bedarf an Frühen Hilfen durch Erzieherstunden gerecht werden zu können.

 

Im Begegnungszentrum sind drei Büroräume und ein Gruppenraum für die alleinige Nutzung der Außenstelle des Stadtteilprojektes vorgesehen. Eine Mitnutzung der anderen Funktionsräume (Gruppenräume, Bewegungsraum, Küche) ist unter Abstimmung der Mitnutzer des Gebäudes vorgesehen. Die Standardbüroausstattung wird durch das Amt für kommunale Jugendarbeit zur Verfügung gestellt, lediglich die IuK-Arbeitsplatzausstattungen müssen für die Außenstelle beschafft werden. Die weiteren Sachkosten werden auf rd. 3.500 4.000 € geschätzt.

 

Die Ansätze im UA 4530 müssen in geringfügigem Umfang für die anfallenden laufenden Sachkosten bezüglich des Betriebs der beiden Außenstellen der Stadtteilprojekte fortgeschrieben werden.


[1]  § 16 Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie

(1) ttern, Vätern, anderen Erziehungsberechtigten und jungen Menschen sollen Leistungen der allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie angeboten werden. Sie sollen dazu beitragen, daßtter, Väter und andere Erziehungsberechtigte ihre Erziehungsverantwortung besser wahrnehmen können. Sie sollen auch Wege aufzeigen, wie Konfliktsituationen in der Familie gewaltfrei gelöst werden können.

(2) Leistungen zur Förderung der Erziehung in der Familie sind insbesondere

1. Angebote der Familienbildung, die auf Bedürfnisse und Interessen sowie auf Erfahrungen von Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und Erziehungssituationen eingehen, die Familie zur Mitarbeit in Erziehungsein-richtungen und in Formen der Selbst und Nachbarschaftshilfe besser befähigen sowie junge Menschen auf Ehe, Partnerschaft und das Zusammenleben mit Kindern vorbereiten,

2. Angebote der Beratung in allgemeinen Fragen der Erziehung und Entwicklung junger Menschen,

3. Angebote der Familienfreizeit und der Familienerholung, insbesondere in belastenden Familiensituationen, die bei Bedarf die erzieherische Betreuung der Kinder einschließen.

(3) Das Nähere über Inhalt und Umfang der Aufgaben regelt das Landesrecht. 


 

Der Ausschuss empfiehlt / Der Stadtrat beschließt:

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt das Stadtteilprojekt Ost – wie dargestellt – weiterzuentwickeln.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt das Stadtteilprojekt Hohes Kreuz-Ostenviertel eigenständig einzurichten und räumlich – wie dargestellt – auszuweiten.

 

 


Anlagen: