Vorlage - VO/14/9693/61  

 
 
Betreff: Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 161, Gleisdreieck - Ostheim
- Aufstellungsbeschluss § 2 Abs. 1 BauGB
- Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit § 3 Abs. 1 BauG
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Berichterstatter/in:Planungs- und Baureferentin Schimpfermann
Federführend:Stadtplanungsamt   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr, Umwelt- und Wohnungsfragen Entscheidung
08.04.2014 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Verkehr, Umwelt- und Wohnungsfragen ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

 

 

 

Sachverhalt:             

 

 

  1. Rahmenplanung Innerer Osten

 

Das Ergebnis der Rahmenplanung Innerer Osten (siehe Anlage Rahmenplanung Innerer Osten Gesamtnutzungsmodell) wurde am 07.12.2010 dem Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr, Umwelt- und Wohnungsfragen zur Entscheidung vorgelegt. Der Ausschuss beschloss daraufhin den Rahmenplan Innerer Osten als Grundlage für die nachfolgenden konkretisierenden Planungsverfahren. Für den Bereich Gleisdreieck zwischen den Bahnlinien Regensburg Hof, Regensburg nchen und Hof nchen sieht der Rahmenplan im südlichen Bereich eine Grünfläche mit Biotopstrukturen vor. Im nördlichen Bereich sollen Gewerbeflächen realisiert werden (siehe Anlage Rahmenplanung Innerer Osten - Strukturkonzept Gleisdreieck).

r den Bereich Hohes Kreuz ist eine Erweiterung der Wohnbebauung vorgesehen. Insbesondere von jungen Familien wurde im Rahmen der Bürgerinformationen zur Rahmenplanung Innerer Osten immer wieder vorgebracht, dass ein Defizit an Reihenhäusern im Stadtteil vorliegt.

 

  1. Anlass und Ziele der Planung

 

Teilbereich 1: Gleisdreieck:

Auf dem Gelände zwischen den Bahnlinien Regensburg Hof, Hof nchen und Regensburg nchen, dem sogenannten Gleisdreick, ist vorgesehen, eine Geländemodellierung zu errichten. Dabei soll Aushubmaterial von verschiedenen Baumaßnahmen im Stadtgebiet ortsnah abgelagert und sinnvoll verwendet werden. Der Standort Gleisdreieck bietet sich insbesondere an, weil er günstig zu mehreren aktuellen Großmaßnahmen mit erheblichem Massenüberschuss liegt und die Flächen verfügbar sind. Außerdem können mit einer Geländemodellierung an dieser Stelle noch zusätzliche Synergien erreicht werden.

Teilflächen des Geländes sind bereits im Zuge der Bauleitplanung im Umfeld der Ladehofstraße (siehe Beschluss des Ausschusses für Stadtplanung, Verkehr, Umwelt und Wohnungsfragen vom 08.10.2013) für naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. Diese Maßnahmen sollen in die vorliegende Planung integriert werden. Eine Zustimmung des Projektentwicklers für die Fläche an der Ladehofstraße für Integration der CEF- und Ausgleichsflächenmaßnahmen liegt vor.

Durch eine Geländemodellierung besteht außerdem langfristig die Möglichkeit, Fuß- und Radwegeverbindungen zwischen den Wohnquartieren Hohes Kreuz, Kasernenviertel und Zuckerfabrik zu realisieren, wie sie schon in der Rahmenplanung Innerer Osten vorgesehen wurden. Der Umfang und die Lage der zukünftigen Grünfläche entsprechen ebenfalls der Festlegung im Rahmenplan. Ob diese Flächen später öffentlich oder privat mit öffentlichen Geh- und Radwegeverbindungen werden wird im weiteren Verfahren zu klären sein.

 

Derzeit wird von einer Kubatur von ca. 200.000 m³  an zu verbauenden Massen ausgegangen. Damit soll ein Wall mit ca. 11 m Höhe und am östlichen Ende ein Hügel mit ca. 25 m Höhe errichtet werden. Inwieweit diese Höhenentwicklung stadtbildverträglich ist und sich in die umgebende Stadtlandschaft einfügt, wird im weiteren Verfahren zu klären sein.

 

Teilbereich 2: Wohnbebauung am Ostheim:

Die bestehende Reihenhausbebauung am Ostheim im Stadtteil Hohes Kreuz soll im Bereich südlich der Vilshofener Straße um 24 Wohneinheiten erweitert werden. Diese Maßnahme dient dazu einen Teil des dringenden Bedarfs an neuem Wohnraum für junge Familien zu decken und den Stadtteil dadurch zu stärken.

Die Aufschüttung im Gleisdreieck leistet dabei einen Beitrag für den Schallschutz der geplanten Reihenhausbebauung. Die schalltechnisch notwendige Höhe wird im weiteren Verfahren ermittelt.

Die Erschließung des neuen Wohnquartiers soll durch Anbindung einer geplanten Stichstraße an die Vilshofener Straße gesichert werden.

 

Teilbereich 3: Schallschutzmaßnahmen :

Da durch die Auffüllung im Gleisdreieck nur ein Teil der nötigen Schallschutzmaßnahmen für die Reihenhausbebauung am Ostheim gewährleistet werden kann, sind weitere Schallschutzeinrichtungen entlang der Bahnlinie Hof-München nötig. Dazu werden die beiden bestehenden Hallen an der Ostseite der Bahnlinie Hof nchen, westlich des geplanten Wohngebietes, bzw. die der Bahnlinie zugewandte und somit lärmtechnisch wirksame Außenwand in den Umgriff des Bebauungsplanes miteinbezogen. Da zusätzliche Schallschutzwände über die bestehenden Hallen hinaus nach Norden erforderlich sind, werden diese Flächen ebenfalls in den Geltungsbereiches aufgenommen.

 

  1. Erforderlichkeit des Bebauungsplanes

 

Auf den betroffenen Grundstücken besteht kein entsprechendes Baurecht für die geplanten Maßnahmen.

Deshalb entsteht Planungsbedarf zur Schaffung des notwendigen Baurechts für die Aufschüttung und die Wohnbebauung inklusive des dafür benötigten Schallschutzes und es ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich.

Zur Sicherung der beschriebenen, notwendigen Schallschutzmaßnahmen ist aerdem die Entwidmung von Flächen entlang der Schienenwege des Bundes erforderlich. Hierzu finden bereits Abstimmungsgespräche zwischen Investor und DB Immobilien statt.

 

  1. Planungsrecht

Bebauungsplan

r die angeführten Flächen liegt kein Bebauungsplan vor.

 

Flächennutzungsplan

Derzeit ist die Fläche im Flächennutzungsplan als Gewerbe- und Industriegebiet dargestellt. Am 08.10.2013 hat der Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr, Umwelt- und Wohnungsfragen die Flächennutzungsplanänderung für diesen Bereich in Grünfläche beschlossen.

Das Verfahren wird im Rahmen der Flächennutzungsplanänderung für das Gebiet Gleisdreieck südlich An der Irler Höhe“ durchgeführt, welches Bestandteil der 50. Flächennutzungsplanänderung für das Gebiet Ehemaligen Bahnfläche Innerer Westen“ ist.

 


Der Ausschuss beschließt:

 

 

  1. Der Bebauungsplan Nr. 161, Gleisdreieck - Ostheim ist für folgende Teilbereiche im Sinne des § 30 BauGB aufzustellen:

 

- Teilbereich 1: Geländemodellierung und Grünfläche im Gleisdreieck zwischen den Bahnlinien Regensburg – Hof, Regensburg München und Hof – München (südliche Teilfläche)

- Teilbereich 2: Baufläche „Am Ostheim“ südlich der Vilshofener Straße im Hohen Kreuz

- Teilbereich 3: Lärmschutzmaßnahmen nördlich der Bahnlinie Hof – München im Hohen Kreuz

 

Die räumlichen Geltungsbereiche des Bebauungsplanes ergeben sich aus beiliegendem Lageplan vom 08.04.2014 (M 1:2.500), der Bestandteil dieses Beschlusses ist.

 

  1. Die im Bericht dargestellten Planungsziele vom 08.04.2014, die Bestandteil dieses Beschlusses sind, werden beschlossen.

 

  1. Die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung sind im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung darzulegen. Die Darlegungsunterlagen sind außerdem eine Woche vor und eine Woche nach der Informationsveranstaltung zur allgemeinen Einsichtnahme bereitzuhalten. Während dieser Frist ist Gelegenheit zur Erörterung und zur mündlichen oder schriftlichen Äußerung zu geben.

 

  1. Die Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 1 BauGB an der Planung ist ortsüblich, d.h. im Amtsblatt der Stadt Regensburg, bekanntzumachen. Außerdem soll in der örtlichen Presse auf die Öffentlichkeitsbeteiligung hingewiesen werden.

 

 

 


 

Anlagen:

 

Rahmenplanung Innerer Osten Gesamtnutzungsmodell

Rahmenplanung Innerer Osten - Strukturkonzept Gleisdreieck

BP 161 Geltungsbereich

BP 161 Planungskonzept

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Rahmenplanung Innerer Osten - Gesamtnutzungsmodell (3542 KB)    
Anlage 2 2 Rahmenplanung Innerer Osten - Strukturkonzept Gleisdreieck (487 KB)    
Anlage 3 3 BP 161 Geltungsbereich (361 KB)    
Anlage 4 4 BP 161 Planungskonzept (2652 KB)